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Aufgrund der aktuellen COVID Situation
wird die Veranstaltung holzbauarchitektur im fachgespräch
LEIDER ABGESAGT!

holzbau_kunst Vorstand

Am 11. November 2021, ab 11:00 Uhr, finden die holzbau austria Architekturgespräche erstmals in Niederösterreich statt. Ort ist das Forum 21 im mehrfach ausgezeichneten Firmengebäude der Firma Blaha in Korneuburg. Wir freuen uns, dass die Präsidentin der ZV Frau Professor Maria Auböck sich bereiterklärt hat, bei der Eröffnung dieser Veranstaltung mitzuwirken. Architektur und Handwerk sind untrennbare Partner, wenn es um gute Baukultur geht.

6 Architekten präsentieren 6 besondere Holzbauten und erläutern die Architektur sowie spezielle Herausforderungen in Umsetzung und Materialität.

Eingeladen sind Architekten, Tragwerksplaner, Bausachverständige, Bauverwaltungen, Hochschulen und Holzbaubetriebe. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein großer Dank gilt der Firma Blaha, welche als Gastgeberin nicht nur die Räumlichkeit, sondern auch die kulinarische Begleitung offeriert, sowie den Leistungspartnern der holzbau austria, die diese Veranstaltung als Projektpartner unterstützen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Melden Sie sich gleich an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Dr. Matthias Ammann, holzbau austria

Programm

11:00 Imbiss, Rundgang Blaha Ausstellung

12:00 Begrüßung
Ing. Gerhard Kast, Obmann holzbauaustria und
Prof. Arch. Maria Auböck, Präsidentin ZV

12:30 SWG Schraubenwerk
Leistungspartner: Pollmeier und Würth
Architektur: HKArchitekten
Holzbaubetrieb: Schlosser Holzbau und ITK Engineering
Tragwerksplanung: SWG-Engineering
Referent: Arch. DI Christoph Dünser, HKArchitekten

13:00 Mountain View
Leistungspartner: Steico
Architektur: Arch. DI Sebastian Mitterer, Firn Architekten
Holzbaubetrieb: Rieder
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Referent: Arch DI Sebastian Mitterer, Firn Architekten

13:30 The Wood Hotel
Leistungspartner: Getzner Werkstoffe, Haberkorn
Architekur: zieritz + partner
Holzbaubetrieb: DPM Holzdesign
Tragwerksplaner: zieritz + partner
Referent: Arch. DI Martin Bernegger

14:00 Bildungshaus St. Michael
Leistungspartner: Synthesa
Architektur: DI Dietmar Ewerz, DI Martin Gamper,
teamk2 [architects]
Holzbaubetrieb: Holzbau Schafferer
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Referent: DI Martin Gamper

14:30 Kaffeepause

15:00 BOKU Ilse Wallentin Haus
Leistungspartner: stora enso
Architektur: Arch. DI Christoph Falkner, SWAP Architektur
Holzbaubetrieb: Lieb Bau Weiz
Tragwerksplanung: Bollinger + Grohmann
Referent: Arch. DI Christoph Falkner, SWAP Architektur

15:30 Holzbau am Südring, Klagenfurt
Leistungspartner: KLH
Architektur: Arch. Dipl. Ing. Melanie Karbasch,
amk-architekten
Holzbaubetrieb: Holzbau Meiberger
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Referenten: Arch. Dipl. Ing. Melanie Karbasch,
Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Stöffler und
Holzbaumeister Walter Meiberger

16:00 gemütlicher Ausklang im Blaha Foyer




Schrauben-Produktions-Halle SWG (D)

Produktionshalle aus Holz und eigenen Schrauben
Die SWG Produktion Schraubenwerk Gaisbach GmbH in Waldenburg baut auf einer Fläche von 12.800 m2 eine Produktionshalle der besonderen Art. Mit enormen Abmessungen von fast 97 auf 114 m und einer Höhe von rund zwölf Metern wächst sie derzeit auf dem Firmengelände aus dem Boden. Daran anschließen wird ein dreigeschossiges Büro- und Ausstellungsgebäude, das eine Brücke mit der Halle verbindet. Halle wie Besucher-Pavillon werden aus Holz errichtet.

Gebäudeensemble als Aushängeschild und Umweltbotschaft
Entworfen hat das Gebäudeensemble Hermann Kaufmann, weltweit gefragter Architekt für zeitlose und moderne Holzarchitektur. Für das elegante Dachtragwerk der fünfschiffigen Halle hat der Architekt aus Vorarlberg ein besonderes Holz, nämlich speziell verklebtes Buchenholz (Buchen-Furnierschichtholz), sogenannte BauBuche, gewählt. Die Halle gliedert sich in einen Fertigungs- und Logistikbereich, in einen Bereich für Werkzeug und Werkzeugbau sowie in Lagerflächen. Überspannt wird das Ganze von einem Dach mit kammartiger Struktur, was für viel Tageslicht im Innern sorgt. Die Materialwahl Holz für das Tragwerk bzw. Blech und Metall für die Fassade soll einerseits das Tätigkeitsfeld der SWG Produktion und die Einsatzgebiete der Schrauben für den Holz- und Metallbereich widerspiegeln. Andererseits stellte bei der Wahl des nachwachsenden Baustoffs die Nachhaltigkeit einen maßgebenden Aspekt dar: Durch den hohen Einsatz von Laub- und Nadelholz will das Unternehmen einen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes leisten.

Wenige Stützen für maximale Flexibilität
Um über lange Zeit eine hohe Flexibilität in der Produktion zu gewährleisten, galt es die Zahl der Stützen in der Halle auf ein Minimum zu reduzieren, woraus sich Spannweiten von bis zu 42m ergeben haben. Unter diesen Bedingungen konnte der Entwurf, der ein filigranes Tragwerk vorsieht, nur mit dem hochtragfähigen Buchenholz-Werkstoff realisiert werden. Andere Baustoffe wie Spannbeton oder Stahl wären zu klobig, zu schwer und insgesamt zu teuer ausgefallen. Mit BauBuche ließ sich nicht nur der architektonische Entwurf optimal umsetzen, sondern auch die benötigte Holzmenge ressourcenschonend auf ein Minimum reduzieren.

Leistungspartner: Pollmeier und Würth
Architektur: Arch. DI Christoph Dünser, HKArchitekten
Holzbaubetrieb: Schlosser Holzbau und ITK Engineering
Tragwerksplanung: SWG-Engineering
Fotos: Thomas Knapp





BERG-RESTAURANT MOUNTAINVIEW (A)

Das Skigebiet Kaltenbach/Hochzillertal ist ein Herzstück der Schultz Gruppe und bildet seit jeher eine solide Basis für ihren Erfolg. Nachdem das alte Bergrestaurant Hochzillertal schon stark in die Jahre gekommen war, begannen nach längerer Planungsphase im Frühjahr 2018 die Bauarbeiten für ein Multifunktionsgebäude mit mehreren Restaurants, Kindergarten, Sportgeschäft, Appartements und großzügigen Lagerflächen für die Beschneiungstechnik.

Zwei große Herausforderungen
Zum einen stellten wir selbst den Anspruch das sehr große Bauvolumen von über 50000m³ möglichst unauffällig und zurückhaltend in die Bergkulisse einzufügen, zum anderen sollte das Gebäude nach ca. 7 Monaten fassadenfertig sein und große Teile davon in Betrieb gehen.
Die kurze Bauzeit bedingten einen hohen Vorfertigungsgrad und es war schnell klar, dass ein Löwenanteil des Gebäudes in Holzbau und Stahlholzbau errichtet werden soll. Der Gebäudekern und jene Teile die direkt an die Seilbahn anschließen wurden in Stahlbetonbau errichtet. Die Primärkonstruktion der süd- und westseitigen Auskragungen wurde, wo möglich, mit blockverleimten BSH Trägern realisiert, im Bereich der großen zweiachsigen Auskragung (diagonal ca. 14m) wurde auf einen Stahlfachwerkträger zurückgegriffen. Die Decken selbst wurden mit einer Rippenplattenkonstruktion aus BSH Trägern und verklebten Gurten aus Furnierschichtholz umgesetzt.

Mit vielen schrägen Flächen und Verschneidungen wurde versucht der Monumentalität des Gebäudes entgegenzuwirken und seine Dimension etwas zu verstecken. Vom Erdgeschoß aus sind nur die beiden oberen Geschoß erkennbar, vom Untergeschoß vermitteln die großen Auskragungen eine gewisse Leichtigkeit. Es wurden bewusst unbehandelte Materialen verwendet – roher Sichtbeton und Lärchenschindel, die im Laufe der Zeit teilweise vergrauen und teilweise in der Sonne dunkelrot erstrahlen werden. Alles andere ist in Schwarz gehüllt und verschwindet dadurch. Das Gebäude soll wie ein hölzerner Drache über das Skigebiet wachen.

Leistungspartner: Steico
Architektur: Arch. DI Sebastian Mitterer,
Firn Architekten
Holzbaubetrieb: Rieder
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Foto: Firn Architekten





The Wood Hotel Wien

Der Wald kommt in die Stadt
Das war ein Slogan des Vordenkers dieses Projektes Willi Them. Grundidee war ein Hotel in Wien in kürzester Zeit in Holz zu errichten. Darum wurde auch ein besonderes Augenmerk draufgelegt, den Vorfertigungsgrad im Werk zu maximieren. Die rund 50 Holzmodule, welche als 1- und 2-Bettzimmer genutzt werden, wurden inklusive des gesamten Innenausbaus, der Installationen und Einrichtung in den Werkshallen der Firma DPM Holzdesign gefertigt. Sogar beim Design der Fassade wurde darauf geachtet, dass diese bereits im Werk moniert werden konnte. Die Montage der Holzmodule erfolgte nachts, auf die davor errichtete Stahlbetonkonstruktion.

Konstruktion:
Die vorgefertigten Zimmermodule aus Brettsperrholz wurden schwimmend übereinander gelagert. Die horizontale Lastableitung erfolgt über die in Stahlbeton errichteten Erschließungskerne. Die ebenfalls in Brettsperrholz ausgeführte Gangplatte verbindet die Kerne mit den Zimmereinheiten. Den Themen Schall- und Brandschutz wurde bei der Bemessung besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Zur Abfangung der Punktlasten aus den 5 Geschossen wurde die Decke über dem Erdgeschoss aus Stahlbeton mit entsprechenden Unterzügen ausgeführt. Generell wurde das Erd- und Kellergeschoss großteils in Stahlbeton ausgeführt. Die Gebäudefundierung erfolgt über eine kombinierte Pfahl-Plattengründung. Die Pfähle wurden gleichzeitig für die Baugrubenerschließung genutzt.

Leistungspartner: Getzner Werkstoffe, Haberkorn
Architekur: zieritz + partner
Holzbaubetrieb: DPM Holzdesign
Tragwerksplaner: zieritz + partner
Fotos: Christian Vorhofer





BILDUNGSHAUS ST. MICHAEL MATREI AM BRENNER (A)

Nach 14 Monaten Bauzeit wurde das neu errichtete Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner im April dieses Jahres offiziell eröffnet und mit einer klimaaktiv-Zertifizierung in GOLD ausgezeichnet. Vom Entwurf bis hin zum kleinsten Detail haben wir hier im Team ein Musterbeispiel für einen großvolumigen Holzbau entwickelt. Das neue Bildungshaus ist in Holzbauweise errichtet, insgesamt stehen für den Bildungsbetrieb 12 Seminarräume und 58 Zimmer zur Verfügung.

Das Bild von der gegenüberliegenden Talseite als fernes Erkennungszeichen bleibt erhalten, das Gebäude wurde jedoch in seiner formalen Umsetzung als schlichter, monolithisch anmutender Bauteil gestaltet. Mit der bewussten Reduktion der verwendeten Oberflächenmaterialen wurde der Blick auf das Wesentliche angestrebt. Holz, in Form von sägerauher, dunkler Fichte für Fassaden und Sonnenschutzelemente, in Kombination mit Glas und elfenbeinfarbig gestalteten Flächen für die Gebäudeeinschnitte, definieren den Gebäude- bzw. Ensemblecharakter. 

Mit dem Neubau des Gebäudes setzt die Diözese Innsbruck ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Leistungspartner: Synthesa
Architektur: DI Dietmar Ewerz, DI Martin Gamper, teamk2 [architects]
Holzbaubetrieb: Holzbau Schafferer
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Fotos: zweiraum





BOKU Ilse Wallentin Haus

Der Neubau des Bibliotheks- und Seminarzentrums ist im Nordwesten des Universitätscampus der BOKU in Wien, Döbling situiert. Die vier oberirdischen, in Holzbauweise errichteten Geschoße sitzen auf einem massiven Sockelgeschoss. Im Eingangsgeschoss befindet sich ein großzügiges Foyer und zwei große Seminarräume. Durch mobile Trennwände kann das komplette Geschoss multifunktional für Veranstaltungen, Konferenzen oder Ausstellungen genutzt werden. Ein kleiner Mensa-Kiosk, sowie ein studentisch-organisierter Marktplatz für nachhaltige Lebensmittel bilden die notwendige Infrastruktur. Die möblierte Terrasse erweitert die Aufenthaltsbereiche. Die Bibliothek im ersten Stock ist in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Neben dem „Freihandbereich“ gibt es 100 Leseplätze, digitale Arbeitsplätze und die Bibliothekslounge. Im 2. und 3. Obergeschoss sind Büros und Räume für zwei Institute. Jedes Geschoss verfügt über einen zentralen Besprechungsraum sowie einen Meetingpoint mit Teeküche, die Eckbüros stehen den Studierenden der Forschungsbereiche für Projektarbeiten zur Verfügung.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde neben der Holzbauweise vor allem die Kompaktheit des Baukörpers hinsichtlich Energieeffizienz berücksichtigt.

Im Planungsprozess kamen neben einem integralen BIM-Modell eine Reihe von digitalen Tools zur Anwendung. So wurde die Grundkonzeption mit der EVA-Rapid-Layouting Software erstellt, Nutzerabstimmungen wurden mit der VR Anwendung IVAN begleitet. Die 3D Daten wurden für die Fertigung der Bauteile herangezogen und ein umfangreiches Monitoring garantiert die Qualität der Holzbauteile vom Werk bis zur Fertigstellung.

Ein Hauptmotiv des Entwurfs war die Einbettung und Öffnung des Gebäudes in den umschließenden Grünraum, sowie die lesbare klare Holzkonstruktion. Das Konstruktionsraster mit den Rasterdecken im Innenraum verleihen dem Haus seinen unverwechselbaren Charakter. Wohlbefinden und Naturnähe werden durch den Einsatz von Holz verstärkt, Ausblicke in die Natur erhöhen die Qualität der studentischen Lernumgebung. Das Gestaltungskonzept ist auf ein Sichtbarmachen von Konstruktion und Technik ausgelegt, so sind Lüftungsleitungen und Kabeltassen sichtbar installiert. Betonwände im Stiegenhauskern und Sockelgeschoß sind in Sichtbeton ausgeführt. Funktional bietet das Haus eine hohe Nutzungsflexibilität.

Leistungspartner: stora enso
Architektur: Arch. DI Christoph Falkner, SWAP Architektur
Holzbaubetrieb: Lieb Bau Weiz
Tragwerksplanung: Bollinger + Grohmann
Fotos: Hertha Hurnaus





Holzbau am Südring, Klagenfurt

Höchste Lebensqualität durch nachhaltig gesunden Wohnbau
In Klagenfurt entstanden drei Häuser in der Arnold-Schönberg-Strasse mit je sieben 2-bis 3-Zimmer-Wohnungen und zwei Doppelhäuser in der Kleistgasse mit je 2 mehrgeschossigen 4-Zi-Wohnungen. Planung und Bau erfolgen in enger Zusammenarbeit mit österreichischen Betrieben. Die Wohnungen entsprechen allen Kriterien von gesundem Wohnbau. Die nachhaltige Massivholzbauweise wird durch den Einsatz von natürlichen Materialen unterstützt. Die begrünten Dächer verbessern das Wohnumfeld des Menschen, filtern die Luft, Schadstoffe und den
Feinstaub und mindern den Elektro-Smog. Maßgeschneiderte Erstausstatt und und Akzente aus Holz machen jede Wohnung zu einem Unikat.

S&A arbeitete in allen Schritten eng mit österreichischen Betrieben bzw. auch regionalen Unternehmen aus Kärnten zusammen. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region, lange Transportwege und komplexe Abstimmungen wurden vermieden. Plus: Heimische Bauunternehmen und Handwerksbetriebe bringen genau das Wissen mit, das man für qualitativ hochwertigen, nachhaltigen Wohnbau braucht und geben diesem Projekt seinen individuellen Touch.

Leistungspartner: KLH
Architektur: Arch. Dipl. Ing. Melanie Karbasch, amk-architekten
Holzbaubetrieb: Holzbau Meiberger
Tragwerksplanung: FS 1 Fiedler Stöffler
Referenten: Arch. Dipl. Ing. Melanie Karbasch, Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Stöffler und Holzbaumeister Walter Meiberger
Fotos: atelier wortmeyer


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