Werkstoff Holz – unendlich vielfältig.

Herausragende Holzbauten, fachliche Expertise, spannende Fragen! Die fünfte Holzbau-Architektur im Fachgespräch ist mehr als ein reiner Vortragsblock zum Thema Holzbau.

Die Wissensvermittlung zu den einzelnen Objekten steht im Vordergrund. Die holzbauaustria und ihre Leistungspartner präsentieren eine bunte Palette an besonderen Bauten und decken alle Themen rund um das Bauen mit Holz ab. Angefangen von der Architektur, über die Materialien und deren Einsatz bis hin zur Philosophie, die hinter diesen Objekten steckt, werden die Referenten alle Winkel der Objekte ausleuchten. Die FachbesucherInnen sind eingeladen, zu fragen, aber auch in Frage zu stellen. Bei dieser Veranstaltung bespielt der Baustoff Holz die Themen Wohnbau, Gewerbebau und öffentlicher Bau. Wir besuchen Bauten im In- und Ausland. Kommen Sie mit auf diese Expertenreise!

Die holzbauaustria, ihre Leistungspartner und die bauen&wohnen ermöglichen Ihnen eine kostenfreie Teilnahme und einen abwechslungsreichen Messetag. Mit Ihrer online Anmeldung erhalten Sie einen Tan, der ihnen den Ausdruck eine Gratis-Messekarte ermöglicht. Wir laden Sie gerne zu unserem Buffet im Vorfeld und einem Umtrunk danach ein.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

Melden Sie sich gleich an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Anmeldeschluss: 07.02.2019

Dr. Matthias Ammann,
holzbau_austria



Programm

11:00 Apéro mit Imbiss
12:00 Ing. Gerhard Kast, Dr. Matthias Ammann

12:15 Tirol Lodge, Ellmau (A)
Architektur: DI Bruno Moser
Holzbaubetrieb: Holzbau Saurer
Projektpartner: Egger

12:45 Lichtblick Schutzhütte (A) Franz-Fischerhütte, Zederhaus Annaberghaus, Annaberg
Architektur: Arch. Dipl.-Ing.
Florian Lüftenegger
Baumeister U Bauträger
Projektpartner: Velux

13:15 Metro, St. Pölten (A)
Architektur: Mag. Arch. Andreas Prehal,
Poppe & Prehal
Holzbaubetrieb: MHB - Holz und Bau
Projektpartner: Egger/Binderholz

13:45 Üstra Siedlung, Hannover (D)
Architektur: Prof. Kay Marlow,
Holzbau: Obermayr Holzkonstruktionen
Projektpartner: Egger, Pfeifer

14:15 The GSK, Nottingham (GB)
Architektur: FDG –
The Fairhursts Design Group
Holzbaubetrieb: B&K Structures Ltd
mit Binderholz in Partnerschaft
Projektpartner: Binderholz

14:45 Zusammenfassung und gemütlicher Ausklang



Tirol Lodge,
Ellmau (A)



Die Hotelanlage besteht aus drei Gebäudeblöcken (A, B, C), einem Lobbygebäude und einem Poolhaus, sowie Technikräumen im darunterliegendem Parkhaus.

Die Gliederung der gesamten Baumasse lehnt sich städtebaulich an die bestehende Bebauungsstruktur an (Ausnahme die Talstation) und nimmt deren Verhältnismäßigkeit auf. Zusätzlich spiegelt sie die Philosophie der Lifestyle Lodge mit starkem Bezug zur Umgebung und eigenständigen Charakter wieder.

Offen bedeutet in dem Zusammenhang, dass die Fassade aus horizontalen Holzlamellen einen sehr hohen Lüftungsquerschnitt aufweist und der Erschließungsbereich nicht beheizt wird.

Sämtliche Gebäude der Hotelanlage (Ausnahme Poolhaus) werden ab Oberkante Sockel über Tiefgaragendecke in Holzbauweise errichtet und in seiner Materialität gezeigt. Ergänzt mit einer ansprechenden Außenraumgestaltung, Wegführung, Beleuchtung, Bepflanzung soll der einzigartige Charakter der Tirol Lodge erreicht werden.

Beim Holzbau handelt es sich zum größten Teil um Raummodule, die in der Werkstatt zu 100% vorgefertigt wurden. Lediglich Installation und einige Fassadenteile (Verschlussteile) wurden vor Ort montiert. Nur durch diese Maßnahme war es möglich, die Tirol Lodge inkl. Dem zweigeschossigen Parkhaus in der kurzen Bauzeit (März 2018 bis Mitte Dezember 2018) zu errichten.

Architektur: DI Bruno Moser
Holzbau: Holzbau Saurer
Projektpartner: Egger
Foto: ©archimos
Fertigstellung: 2018



Lichtblick
Schutzhütte (A)



Franz-Fischerhütte, Zederhaus Als bewirtschaftete Schutzhütte der Kategorie 1 des Österreichischen Alpenvereins (Sektion Lungau) dient die Hütte in den Sommermonaten den alpinen BesucherInnen als Labestation, Nachtquartier und informiert über die Region — dem Naturpark Riedingtal. Dem exponierten Bauplatz entsprechend wurde ein asketischer Holzbaukörper geschaffen, der den alpinen Witterungsverhältnissen trotzt. Durch die Bauweise mit 16 cm starken Brettsperrholzelementen ist keine weitere Dämmung notwendig, Witterungsschutz für die statisch wirksamen Tragkonstruktion dient die Fassade und Dachhaut aus Lungauer Lärchenholz-Schindeln.

Annaberghaus, Annaberg Gesamte Planung, Zu- und Umbau in Massivholzbau

Architektur: Arch. Dipl.-Ing. Florian Lüftenegger
Projektpartner: Velux
Foto: ©Lüftenegger Architextur
Fertigstellung: Franz-Fischerhütte, 2013 |



Metro,
St. Pölten (A)



METROs ZERO1 - ein Meilenstein aus Holz St. Pölten ZERO1 - der Im Oktober 2017 eröffnete METRO Cash & Carry „Nullenergie“-Großmarkt in Holzbauweise am Standort St. Pölten mit Null-Energie und Null-Emission – hat sich komplett dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben. Revolutionär ist im Vergleich zu den bisherigen METRO-Märkten neben Konstruktion und Technik auch die Gestaltung der Verkaufsflächen. POPPE*PREHAL ARCHITEKTEN deren Engagement bereits 2014 mit dem Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde, überzeugten mit einem Gebäude in Holzbauweise, das auf recycelte und recycelbare Materialien setzt. ZERO1 strebt die BREEAM Zertifizierung Outstanding an und wäre österreichweit das erste mit diesem internationalen Standard. Das BREEAM Outstanding Vorzertifikat wurde ZERO1 bereits verliehen.

Architektur: Mag. Arch. Andreas Prehal,
Poppe & Prehal
Holzbau: MHB - Holz und Bau
Projektpartner: Egger/Binderholz
Foto: ©Walter Ebenhofer
Fertigstellung: Oktober 2017



ÜSTRA-Siedlung
Hannover (D)



Auf dem Grundstück der früher als Stadtbahndepot genutzten Fläche an der Vahrenwalder Straße im nördlichen Anschluss an die Innenstadt errichtet die Versorgungseinrichtung der hannoversches Verkehrsbetriebe „ÜSTRA“ eine mehrgeschossige Wohnsiedlung mit 139 Mietwohnungen und einer 2-Gruppen-Kita.

Die Keller und Treppenhauskerne sind in Stahlbeton geplant, die tragenden Außen- und Innenwände Decken werden in 18-22cm starken Brettsperrholzelementen (stora enso) ausgeführt. Die Gebäude werden der Gebäudeklasse 4 (NBauO) zugeordnet.

Der Schallschutz wurde nach den Anforderungen der VDI 4100, Schallschutzstufe II geplant. Die Hauptproblematik liegt bei der massiven Holzbauweise bekanntermaßen nicht bei den Bauteilen selber, sondern in der Schallübertragung über flankierende Bauteile. Es werden deshalb alle Bauteile mit Sylodynlagern (Getzner) zur Entkopplung versehen.

Von außen werden die Gebäude in den Obergeschossen mit einer Verschalung aus horizontalen vorvergrauten Douglasie-Brettern bekleidet, im EG mit Faserzementplatten.

Um die positiven Auswirkungen der Holzbauweise auf die Klimabilanz beurteilen zu können, wurde Frau Prof. Dr. Annette Hafner der Ruhr-Universität Bochum beauftragt, die Treibhausgasreduktion (in kg CO2-Äquivalent) zu bewerten. Auszug aus ihrer Expertise (Juni 2017): „Die Üstra-Siedlung mit ihren ca. 18.000 m2 BGF kann gegenüber einer mineralischen Bauweise ca. 2.150 t CO2 Äquivalent einsparen. Neben der Einsparung von Treibhausgasen durch die Holzbauweise können die Gebäude ca. 3.575 t CO2 durch den im Holz gespeicherten Kohlenstoff über ihre Lebensdauer binden. Der durch die Holzmaterialien gebundene Kohlenstoff bleibt als temporärer Kohlenstoffspeicher erhalten und wird erst beim Abbruch der Gebäude (ca. 70-100 Jahre) als verbrauchtes CO2 ausgebucht.“

Architektur: Prof. Kay Marlow,
Mosaik Architekten
Holzbau: Brüggemann Holzbau
Projektpartner: Getzner Werkstoffe, stora enso
Fotos: ©Mosaik Architekten
Fertigstellung: Ende 2019



The GSK,
Nottingham (GB)



Dieses Labor arbeitet als zentrale Anlaufstelle für strategische Partnerschaften mit anderen Institutionen und Pharmazeutika für die Industrie in Großbritannien und schafft zudem eine globale Anlaufstelle für Postdoktoranden und Gastwissenschaftler, die sich in nachhaltiger Chemie weiterentwickeln möchten. Das Labor unterstützt die Universitäts- und GSK-Engagement zur internationalen Entwicklung von Talenten. Sehr hohe Ansprüche an Bau und Standortmanagement mussten erreicht werden, um sowohl LEED-Platin und BREEAM-Status „Hervorragend“ zu erreichen.

Die bauliche Umsetzung
Das Gebäude wurde von den Architekten The Fairhursts Design Group entwickelt und verfügt über eineNutzungsfläche von 4.500 m2 verteilt auf zwei Stockwerke.
Es umfasst erneuerbare Technologien und integrierte Photovoltaikmodule in der Dachkonstruktion, um eine geschätzte Produktion von mehr als 200.000 kWh pro Jahr zu generieren und potenziell über 100 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr ausgleichen zu können.

Um den Nachhaltigkeitseffekt noch zu erhöhen, wurde das Labor aus natürlichen Materialien gebaut. Es wurden ganze 1.420 m2 Brettsperrholz BBS für das Gebäude verwendet. Das Material wurde sowohl für die Wand- als auch für die Dach- und Deckenelemente gebraucht. Da das Gebäude der Inbegriff von Nachhaltigkeit und Natürlichkeit ist, ist es mehr als passend, dass das GSK komplett aus Massivholz gebaut wurde. Die Verwendung von Massivholz am Bau gilt als besonders ressourcen- und umweltschonend. Durch die warme Optik des Holzes in Sichtqualität, strahlen die Räume eine ganz besondere Behaglichkeit aus. Die hervorragenden Eigenschaften der Holzmasse als Wärme- und Feuchtespeicher garantieren ein ausgeglichenes Wohnklima, welches sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Die Energie, die für den Betrieb benötigt wird, wird durch erneuerbare Quellen wie Solarenergie und nachhaltige Biomasse gedeckt. Überschüssige Energie, die durch das Gebäude erzeugt wird, wird über 25 Jahre hinweg genügend CO2-Gutschrift zur Verfügung stellen, um den bei der Errichtung freigesetzten Kohlenstoff wieder aus der Atmosphäre zurückzuholen.

Zur Erfassung und Kontrolle der CO2-Daten wurde ein rigoroses System implementiert, wodurch die CO2-Bilanz des Gebäudes sowohl während der Bauphase als auch während der Betriebsphase des Gebäudes demonstriert wird. Das maximale CO2-Ausgabenziel, einschließlich dem verkörperten Kohlenstoff in Baumaterialien, dem Bauprozess und der Lieferung von Materialien zum Standort, wurde auf 800 Tonnen Kohlenstoff festgelegt. Das Ziel für den Energieverbrauch während der Nutzung liegt bei einer jährlichen CO2-Emissionsgutschrift von 51,5 Tonnen. Somit wird das Gebäude nach Ablauf dieser Zeit einen komplett CO2-neutralen Status erreicht haben.

Architektur: FDG – The Fairhursts Design Group
Holzbau: B&K Structures Ltd
mit Binderholz in Partnerschaft
Projektpartner: Binderholz
Foto: ©B&K Structures Ltd
Fertigstellung: 2015



Unsere
Partner